Barbara Drucker

Über den Autor

Barbara Drucker hat ein Faible für historische Umbruchphasen und Abenteuerszenarien. Sie begeistert sich für selbstbestimmte, starke Charaktere, für schnelle, pointierte Dialoge und ist Garant für rasante Handlungen und einen temporeichen Erzählstil. 1968 in Wien geboren, promovierte sie über Schiller, lehrte Literaturwissenschaft an der Universität Wien und widmet sich als Storytelling- und Schreibcoach dem Erzählen fesselnder Geschichten. Sie lebt und schreibt in Wien.

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Werke des Autors

Das Gift der Schlange

Der Schwur der Schlange

Barbara Drucker im Interview

Was hat Dich dazu inspiriert ein Buch zu schreiben?

Auf dem Buchmarkt, wie er von Verlagen bedient wird, fand ich nur sehr schwer, was ich selbst gerne lese: Charismatische, männliche Protagonisten in einem historischen Roman oder Abenteuersetting. Also schrieb ich mir meinen Roman und meinen Helden kurzerhand selbst. Über die Zeit, die ich mochte (spätes 18. Jahrhundert)und mit Figuren, die mir am Herzen liegen.

Weshalb hast Du Dich zum Self Publishing entschieden?

Aus mehreren Gründen: Verlage hätten von mir Mainstream verlangt, ich hätte bei historischen Romanen weibliche Protagonistinnen im Mittelalter oder 19. Jahrhundert schreiben müssen. Davon gibt es Dutzendware, ich wollte meinen Lesern das bieten, wofür ich selbst brenne. Als Selfpublisher habe ich Einfluss auf das Cover und die Ausstattung. Ich will, dass meine Bücher auch das Auge meiner Leser erfreuen. Ich bin viel näher an meinen Lesern dran und kann auch schneller reagieren. Die Produktionszeiten vom fertigen Manuskript an gerechnet sind einfach kürzer. Das ist auch eine unternehmerische Entscheidung.

Woher nimmst Du die Ideen für Deine Werke?

Einen gewissen Ideenvorrat habe ich in mir, bestimmte Szenen, die ich unbedingt schreiben will. Die haben vor allem mit Stimmungen zu tun (Romantik, Verzweiflung, Überlebenswille, Selbstüberwindung, Opferbereitschaft). Manche Ideen entwickeln sich aus der Geschichte selbst, diese typischen Was-wäre-wenn-Fragen. Dazu kommen noch Einflüsse von außen: Ich liebe Filme und Qualitätsserien und oft bleiben bestimmte Bilder hängen. Auch im Theater oder Musical. Wenn ich z.B. eine Burg sehe, einen Feuerkorb oder eine Nebelstimmung, dann speichert mein Hirn das als potenzielle Kulisse ab. Und ich lese natürlich. Manchmal reizt es mich, bekannte Geschichten andersherum zu erzählen, von dieser Sorte stehen einige Projekte auf meiner Arbeitsliste.

Hast Du ein Ritual beim Schreiben?

Ich lese erst die Texte vom Vortag durch, um in Stimmung zu kommen. Dabei bessere ich gleich Kleinigkeiten aus. Dann gehe ich an die nächste Szene. Ich schreibe in Blöcken über den ganzen Tag verteilt, am liebsten jedoch in der Nacht bei Kerzenlicht und mit Öl in der Duftlampe.

Ist ein neues Werk in Planung?

Mehrere. Ich arbeite gerade an einem Gay-Romance-Thriller, der in Wien spielt und Auftakt einer eigenen Reihe wird. Eine Urban-Fantasy ist in Planung. Und dann natürlich der dritte Band der Marchese-Reihe.

Was war das Schönste, Lustigste oder Skurrilste, was Dir als Indie-Autor bisher passiert ist?

Das Schönste war sicherlich eine E-Mail eines Fans. Sie strotzte nur so vor Begeisterung. "Woher weißt du, auf welchen Typ Mann ich stehe?" war noch eine harmlose Passage, sie schrieb mir, dass sie mit Dauergrinsen durch die Wohnung hüpfte und den Roman regelrecht verschlang. Solche Emotionen liebe ich. Eine andere Leserin fragte mich einmal, ob sie selbst beim Marchese eine Chance hätte, eine dritte träumte sogar von ihm. Dass Figuren so real werden und Menschen sie in ihrem eigenen Leben haben wollen, bringt mich zum Strahlen.

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