Abibitur

Tom ist auf dem Weg in ein vermeintlich ruhiges Wochenende. In Gedanken schon mit dem Boot auf dem Verse Meer, erh├Ąlt er einen beunruhigenden Anruf seiner Mutter, die ihm mitteilt, dass sein Onkel spurlos verschwunden ist. Obwohl das Verh├Ąltnis zwischen seiner Mutter und ihrem Bruder nicht unproblematisch ist, schwingt Panik in ihrer Stimme mit. Dadurch sieht sich Tom veranlasst umzukehren und nach dem Rechten zu sehen. Auf dem elterlichen Anwesen kommt es nach seiner Ankunft zu einem r├Ątselhaften ├ťberfall, der Tom in die geheime Welt des Familienunternehmens f├╝hrt, die ihm bisher verborgen war. Schnell muss er sich der neuen Situation anpassen und nicht nur die physische Bedrohung abwenden sondern auch die Existenz der Firma und damit seine Lebensgrundlage retten. Mit Geschick und Kombinationsgabe kann er seinen Onkel schnell ausfindig machen, tappt aber in eine Falle aus ungeahnter Richtung. Aus der Gefangenschaft befreit beginnt ein Wettlauf mit den Gegnern, die nicht gleich als solche zu erkennen sind und augenscheinlichen Kontrahenten, die sich dann doch als wesentliche Hilfe erweisen. Susan, eine Mitarbeiterin des Unternehmens auf St. Lucia, lernt er sch├Ątzen und hat somit eine Vertraute, die ihn bei der Abwendung der Bedrohung unterst├╝tzt. Rund um und vor allem auch auf der 'Mein Schiff 2', die sich auf Kreuzfahrt durch die Karibik befindet, prallen die verschiedenen Akteure aufeinander und versuchen Abibitur, die geheime Organisation von Tom's Familie, an sich zu reissen. Die Aussicht auf Reichtum und Macht erschwert die Verteidigung und f├╝hrt zu kreativen Aktionen auf beiden Seiten.

Schlagworte zum Buch:

Aufrufe 166 | Genre Thriller | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 14+ | Website zum Buch Link

Taschenbuch

( 9783739244952 )

Die Lichter verschwanden so schnell wieder wie sie gekommen waren und zur├╝ck blieb das Knirschen der Reifen auf dem kiesbestreuten Weg.
"Die Abl├Âsung der Brandwache!", sagte Tom erleichtert vor sich hin. Er war froh, dass Yvonne ihm noch nachgelaufen war, um ihm den Hinweis zu geben, dass diese bevorstand. So konnte er sich wieder auf seine Aufgabe konzentrieren ohne sich Gedanken zu machen was es mit dem Auto auf sich hatte. In wenigen Minuten w├╝rde die augenblickliche Schicht das Grundst├╝ck auf dem gleichen Weg verlassen.
Da dies vermutlich noch einige Minuten dauern w├╝rde, nutzte er die Zeit und wagte einen beherzten Tritt gegen die nicht besonders stabil wirkende T├╝r. Trotz der labilen Optik hielt diese aber stand und der einzige Effekt war, dass nun Tom's Fuss schmerzte. 'Man sollte sich seine Anregungen nicht aus Krimiserien im Fernsehen abgucken!', dachte er und konnte sich gerade noch zur├╝ckhalten sich mit der Schulter voran gegen die T├╝r zu werfen.
Geeigneter d├╝rften die Fenster sein, die lediglich einfach verglast waren und mit d├╝nnen Rahmen aus Holz eingefasst waren von denen der wei├če Lack schon stellenweise abplatzte. Und schon das erste Fenster, das er einem leichten Druck aussetzte begann zu knarren und ein schmaler Spalt bildete sich am Rahmen. Es bedurfte nur noch eines st├Ąrkeren Rucks, das morsche Holz gab nach und das Fenster ├Âffnete sich ohne weiteren Widerstand zu leisten.
Der Weg war frei und es bereitete Tom keine weitere M├╝he ins Haus zu steigen. An den Fenstern waren Vorh├Ąnge angebracht die Tom nun zuzog und abwartete, bis der Wagen der Feuerwehr das Grundst├╝ck verlassen hatte. Um sicher zu gehen, rief er Yvonne an und fragte, was sie ├╝ber die Hofkamera sehen konnte.
"Jetzt ist nur noch ein Wachmann dort. Besonders motiviert scheint er nicht zu sein. Er sitzt in seinem Wagen und guckt sich ein Video auf so einem kleinen Bildschirm an.", erkl├Ąrte Yvonne.
"Beruhigend, auch wenn ich eigentlich weit genug weg bin als das er mich h├Âren oder sehen k├Ânnte.", sagte Tom und beendete das Telefonat mit der Bitte, dass sie die Nummer von Viktor w├Ąhlen sollte, damit dieser begann gegen die Stahlplatte an der Decke zu klopfen. In dem Wissen, dass die Brandwache nicht sonderlich aufmerksam war, konnte er nun das Licht einschalten.
Langsam und auf Zehenspitzen ging Tom durch die einzelnen R├Ąume des Hauses und horchte, ob er irgendetwas h├Âren konnte. Eingestiegen war er anscheinend in das Schlafzimmer. Es war einfach eingerichtet und neben einem einfachen Bett stand ein kleiner Nachttisch, best├╝ckt mit einer H├Ąkeldecke und einem darauf befindlichen altert├╝mlich wirkenden Wecker. Auf der anderen Seite des Raumes stand ein Holzstuhl ├╝ber dem ein Paar Hosen hingen. Nichts deutete auf einen Zugang zu einem m├Âglichen Keller.
Durch einen kleinen Flur gelangte er an einer T├╝r vorbei, dahinter befand sich ein Bad, dass Tom erstmal ausliess, da er es f├╝r unwahrscheinlich hielt hier etwas zu finden. Weiter geradeaus ging es zum Wohnzimmer und zu seiner Rechten befand sich eine weitere T├╝r. Er ├Âffnete sie und sah in die K├╝che. 'Ob man hier auch den K├╝hlschrank zur Seite schieben kann?', fragte sich Tom und machte sich daran den Raum genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Gegensatz zu der elterlichen K├╝che mit dem Zugang zur Agentur war die hie verbaute Technik aber sehr einfach und bot keine M├Âglichkeit irgendwelche versteckten Mechanismen zu verbergen. Es gab weder Einbauschr├Ąnke noch komplizierte Installationen und auch der K├╝hlschrank war ein antikes St├╝ck, dass kaum geeignet war etwas zu kaschieren. Die K├╝che schied damit eindeutig aus.
Im Wohnzimmer stand eine zwar in die Jahre gekommene aber durchaus noch ansehnliche Couchgarnitur mit einem Zweisitzer und einem Sessel. Viel mehr Platz bot der Raum nicht. Unter dem niedrigen Tisch lag ein abgewetzter Teppich der grob gekn├╝pft war und ein unruhiges Muster hatte. Diese Art Bodenbelag eignete sich bestens dazu um Flecken unsichtbar zu halten, oder um etwas anderes zu verstecken? Aufgeregt begann Tom den Couchtisch zur Seite zu schieben und die Auslegeware aufzurollen. Der darunter verlegte Laminatboden war von eher minderer Qualit├Ąt und zudem noch schlecht verlegt. An den Ansto├čkanten w├Âlbte sich die Beschichtung leicht und lag nicht plan an, was Tom zu der Erkenntnis brachte, dass dieser von einem Laien selbstverlegt war, ohne gro├če Sorgfalt walten zu lassen.
Tom holte sein Handy aus der Tasche und w├Ąhlte Viktor's Nummer an. W├Ąhrend die Verbindung aufgebaut wurde sah er sich noch ein wenig im Raum um. Der Monteur des Bodens hatte sich nicht die M├╝he gemacht Fu├čleisten anzubringen und so sah man die ausgefransten und ungleichm├Ą├čigen R├Ąnder des Laminats. In den L├╝cken zwischen dem Bodenbelag und der Wand konnte man mal mehr und mal weniger von dem darunter befindlichen Betonboden und den Styropord├Ąmmungen zwischen Bodenplatte und gemauerter Wand erkennen. 'Entweder hatte es da jemand eilig oder er legte keinen Wert auf ├ästhetik.', dachte Tom...

Taschenbuch

( 9783739244952 )