Allein oder Das Erbe der Terraformer

Rstr gehört zu einem insektoiden Naturvolk auf Talla und absolviert auf einer Insel ein Prüfungsjahr. Die merkwürdigste Erfahrung ist seine Begegnung mit einem Bunthäuter. Zur gleichen Zeit sucht der Archäologe Krissm Rt nach einem wertvollen Artefakt, nicht ahnend, dass sein Begleiter Kirr Ssn für einen geheimen Orden arbeitet, der ebenfalls hinter dem Schatz der Syrrtyrrn her ist. Ines Braun, Captain des Galaxy-Ships Horizon, begegnet auf dem Planeten Kelton dem Letzten eines Volkes, das vor Urzeiten unser Universum besiedelte. Der Glauben an dieses Volk gilt auf Kelton allerdings als todeswürdige Blasphemie, was den gesamten Landetrupp in Gefahr bringt. In Wirklichkeit hat die Horizon aber ein noch viel größeres Problem …

Schlagworte zum Buch: Science-Fiction,Schatzsuche,Erstkontakt

Aufrufe 135 | Genre Science Fiction | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 0+ | Website zum Buch Link

Taschenbuch

( 978-3741285158 )

Die Imte Rish war auf einem ganz gewöhnlichen Patrouillenflug. Ab und zu entsandte die Planetare Föderation ein Schiff in diesen Sektor, um nach dem Rechten zu sehen. Viel passierte hier normalerweise nicht – es gab kaum bewohnte Planeten und die meisten dieser ohnehin wenigen heimischen Spezies waren noch weit davon entfernt, soetwas wie Raumfahrt zu entwickeln. Auch die Nugroma interessierten sich nicht für dieses Gebiet. Bestenfalls Terraner konnten hier auftauchen – in hundert Jahren oder so, wenn sie Schiffe hatten, die schnell genug waren, die Strecke von ihrer Heimat bis hierher in annehmbarer Zeit zurückzulegen.
Obwohl – so überlegte Captain Kral Botmur a Sik gerade – diese Menschen waren hartnäckig, ein wenig wie Sietelaner, sie nahmen vielleicht so lange Reisen auf sich, nur um diesen Sektor zu erkunden. Das machte ihm die Menschen sympathisch; er selbst war Sietelaner, und nicht umsonst bevorzugte er Mitglieder seiner Rasse neben sich auf der Brücke. Natürlich war ein Famayaner an der Sensorstation auch nicht eben schlecht oder ein Lhalm als Zweiter Offizier, aber …
Ein Pfeifen unterbrach Kral Botmur a Siks Gedankengänge. Die Sensoren meldeten eine Raumstörung irgendwo voraus. Wieder solche verrückten Schmuggler, die glaubten, für sie gelte das Verbot nicht, die Passagen zu benutzen. Man sollte sie einfach durch die Passagen gehen lassen, dachte Kral Botmur a Sik. Irgendwann würden sie in der Raumverzerrung, die sie auslösten, sterben oder aus diesem Universum gefegt werden.
„Bringen Sie uns dahin“, befahl der Sietelaner jedoch seinem Steuermann. Schließlich ging es nicht nur um die Schmuggler selbst, sondern auch um die Planeten, die sich in dem so strapazierten Raumgebiet befanden. Auch sie würden eines Tages unter den Störungen leiden.
„Eine zweite Welle!“, rief Nera Stegen a Zerkermann aus.
Kral Botmur a Sik sah seine Sicherheitschefin an. „Aus der gleichen Quelle?“
„Ja, Ta’al. Fünfzehn einunddreißig acht eins. Und mit Zeiteffekt diesmal.“
„Verdammt!“, fluchte der Captain. Wenn die Zeitmatrix in Mitleidenschaft gezogen wurde, war es ernst. Sehr ernst. Der erste Schritt zum Kollaps. Und die Passage, um die es hier ging, war groß genug, dass bei einem Zusammenbrechen der ganze Sektor verseucht werden konnte.
„Verdammt!“, wiederholte Kral Botmur a Sik und befahl, zu beschleunigen.
„Ta’al?“, meldete sich Talikisi Oina, der am Kommpult stand.
Der Captain drehte sich zu dem Famayaner um. „Ja?“
„Ich empfange ein Signal, Ta’al. Ein Notsignal. Terranische Kennung.“
„Terranisch? Wie um alles … Können Sie es unterbrechen?“
„Ja, Ta’al.“
„Dann tun Sie’s! Sofort! Ich will nicht, dass jemand auf der anderen Seite es hört und nochmal durch die Passage …“
„Neue Welle!“, fiel Nera Stegen a Zerkermann ihrem Captain ins Wort. „Stärke acht, Ta’al. Und Zeitversetzung.“
„Verdammt nochmal! Was haben die vor?! Steuermann, wir müssen die Terraner abfangen, bevor sie noch mehr Schaden anrichten!“
„Aye, Ta’al! Eh … ich habe ein Schiff in der Ortung. Dreiundachtzig null voraus, Ta’al. Klein. Terranische Kennung.“
„Abfangkurs! Und zwar so schnell es geht. Sonst fliegt uns demnächst das Weltall um die Ohren.“

Taschenbuch

( 978-3741285158 )