Am Anfang war der Irrtum

Irrtümer können gravierende Folgen haben. In diesen drei Geschichten wird davon erzählt: Als die Siedler sich auf Warén niederließen, hatten sie mit allem gerechnet. Außer damit, dass jemand sie sabotieren würde. (• Sabotage) Es ist Krieg und die Militärs sind mehr als interessiert an Eferents Erfindung. Kann er ihnen ein Schnippchen schlagen? ( • Der letzte Tag im Paradies) Das erste Galaxy-Ship der Menschen ist nur schwach bewaffnet. Zu dumm, dass es mitten in einen interstellaren Konflikt gerät. (• Am Anfang war der Irrtum)

Schlagworte zum Buch: Science-Fiction,Kurzgeschichten

Aufrufe 154 | Genre Science Fiction | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 0+ | Website zum Buch Link

Taschenbuch

( 978-3741239229 )

Die Imte Rish war weit in das Niemandsland vorgestoßen und wollte grade umkehren, um nach Hause zu fliegen, als die Schiffssensoren etwas höchst Seltsames orteten.
„Inwiefern seltsam?“, fragte Captain Kral Botmur a Sik seinen Ersten Offizier.
Terinest Kalo a Na, so hieß der EO, starrte weiter auf die Anzeigen, während er erklärte: „Es sieht so aus, als würde unser Taststrahl an einem idealen Spiegel reflektiert. Ich erhalte nur das übliche Zwischenraumspektrum.“
Kral Botmur a Sik rümpfte erstaunt die Nase. Noch während er überlegte, woraus so ein Spiegel gemacht sein könnte, meldete sich der Erste Navigator zu Wort. Er war Famayer und hieß Silakoian Ysh. Silakoian Ysh also grummelte: „Laut Zwischenraumintensität müsste sich das Objekt etwa vierzig Ienel voraus befinden. Die Laufzeit für das modulierte Signal liefert allerdings zweiundzwanzig, Captain.“
Silakoian Ysh grummelte: „Merkwürdig: Unsere Geräte können nicht feststellen, in welcher Entfernung sich dieses Objekt befindet. Die einen sagen, es ist ungefähr vierzig Ienel voraus, die anderen zeigen zweiundzwanzig an.“
Captain Kral Botmur a Sik stand auf und trat zum Navigationspult. Er warf einen kurzen Blick auf die Angaben und sagte: „Was um alles in der Welt könnte so einen Effekt hervorrufen?!“ Dann sah er fragend zum Chefingenieur.
Kral Botmur a Sik fragte: „Was um alles in der Welt könnte so einen Effekt hervorrufen?“
Chefingenieur Nhlanlm zuckte ratlos mit den Ohren. „Vielleicht eine neue Verwirrtechnik der Nugroma“, vermutete er.
„Dann müsste sie wirklich ganz neu sein“, warf Nera Stegen a Zerkermann ein. Als Zweiter Offizier und Chefin der Sicherheit war sie stets über die Fähigkeiten der Feinde, besonders die der Nugroma, informiert.
„Captain!“, meldete sich Silakoian Ysh. „Wir nähern uns dem Objekt – falls es eines ist – mit wachsender Geschwindigkeit. Oder besser ausgedrückt: Es steuert – falls es gesteuert wird – direkt auf uns zu.“
„Kollisionskurs?“
„Ja, Captain. Der Kollisionspunkt lässt sich jedoch wegen der verwirrenden Ortung nicht bestimmen.“
„Ausweichen!“, befahl Kral Botmur a Sik und das war gut so. Denn jetzt, da der Taststrahl seine Richtung änderte, zeigten die Sensoren der Imte Rish ein Nugroma-Kampfschiff an. Der Captain registrierte, dass es sich in reichlich dreißig Ienel Entfernung vor der Imte Rish befand, und ließ schleunigst das Tarnfeld generieren. Er hoffte, dass es nicht zu spät ganz aufgebaut sein würde, denn die Nugroma waren damals nicht so friedlich wie heute.
Während er also angespannt beobachtete, wie das Tarnschild sich aufbaute, entging ihm ein kleines Objekt, das von dem Nugroma-Kreuzer halb verdeckt wurde. Silakoian Ysh, so gestand er später, bemerkte den Reflex zwar, aber ihm blieb zu wenig Zeit, um seine Entdeckung zu überprüfen. Und weil er nicht wusste, was er hätte dem Captain melden sollen, sagte er gar nichts.

Taschenbuch

( 978-3741239229 )