Amarylion, Zauber der Liebe

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Aufrufe 33 | Genre Spiritualit├Ąt | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 18+ | Website zum Buch Link

Paperback

( 978-3-7407-4734-3 )

Kindle Edition

( )

Das Kerzenlicht flackert und taucht die K├╝che in ein warmes
angenehmes Licht, es wirkt urgem├╝tlich hier mit Steph zu sitzen
und meine Neugierde w├Ąchst. Was mich wohl gleich erwartet,
frage ich mich immer wieder. Doch Steph denkt gar nicht daran,
sofort loszulegen, sondern nimmt sich erst einmal ein Brot und
streicht voller Hingabe den Dip darauf, um dann gen├╝sslich
und mit einem herzhaften Seufzer hineinzubei├čen.
┬╗Ein Traum ÔÇŽ ! Lecker! Ich k├Ânnte diesen Dip jeden Tag essen
und br├Ąuchte nichts anderes mehr dazu.┬ź, als sie das sagt, bei├čt
sie noch einmal demonstrativ in ihr Brot.
Gedankenverloren nehme ich eine Scheibe Baguette und streiche
mir den Dip darauf.
Steph sieht mir dabei zu und lacht pl├Âtzlich herzhaft los.
┬╗Was habe ich denn nun gemacht?┬ź, frage ich sie: ┬╗Warum
lachst du?┬ź
Sie schaut mich an: ┬╗Ach nur so.┬ź
┬╗Wie ÔÇŽ ? Ach nur so?┬ź, ich sehe sie an und bei├če dabei von
meinem Brot ab.
┬╗Wie hingebungsvoll du dein Brot gerade bestrichen hast, hat
meine Fantasie etwas befl├╝gelt. Das Brot stellt dich als weiblichen
Teil dar und sobald du es mit dem Dip bestrichen hast,
was den m├Ąnnlichen Teil darstellt, ergibt es eine Einheit. Ein
wahrer Genuss f├╝r die Sinne, oder? Die Mischung von beiden
f├╝hrt zur Explosion der Geschmacksnerven┬ź, sagt sie lachend
und wischt sich ihre Tr├Ąnen aus den Augenwinkeln, die ihr vor
Lachen schon die Wangen herunterlaufen.
┬╗Ich verstehe dich nicht! Was meinst du? Das ist doch schon
wieder eines deiner R├Ątsel f├╝r mich, oder?┬ź, dabei sehe ich sie
vorwurfsvoll an.
Lachend wischt sie sich mit der Serviette die Tr├Ąnen aus dem
Gesicht: ┬╗Das Brot steht als Symbol f├╝r dich! Ohne Belag v├Âllig
neutral, oder? Der Dip steht f├╝r einen Mann, er bringt das
Feuer in dir zum Gl├╝hen. Die Vereinigung Brot und Dip, du
und Mr. Right, sorgen dann f├╝r eine Explosion deiner Sinne.
Jetzt m├╝ssen wir nur noch einen Mann kreieren, der wie der
Dip, die W├╝rze in dein Leben bringt und dich gleichzeitig zum
Gl├╝hen.┬ź, w├Ąhrend sie das sagt, sehe ich sie v├Âllig entgeistert an.
┬╗Du kannst doch nicht einen Mann mit einem Dip vergleichen!┬ź,
sage ich kopfsch├╝ttelnd und sehe mein Brot mit dem
Dip darauf an, als k├Ânnte es mir eine Antwort geben.
Steph kann sich vor Lachen kaum auf dem Stuhl halten, die
Tr├Ąnen laufen ihr ├╝ber das Gesicht als sie mich ansieht: ┬╗Warum
nicht? Es geht hier um die W├╝rze, die deinem Leben fehlt und
nun werden wir gemeinsam die Zutaten daf├╝r zusammenstellen.
Die Hexenk├╝che ist er├Âffnet!┬ź, w├Ąhrend sie das sagt, sehe
ich sie noch immer v├Âllig entgeistert an.
┬╗Ok! Wenn du es meinst, dann leg mal los und erz├Ąhle mir
etwas ├╝ber die Zutaten, die ich daf├╝r brauche.┬ź Ich sehe sie lachend
an und bei├če demonstrativ in mein Brot mit dem Dip
darauf: ┬╗Aber vergiss nicht, dass ich seit ein paar Jahren keine
W├╝rze mehr gewohnt bin, also sch├Ân sinnig dosieren in deiner
Hexenk├╝che┬ź, sage ich und zwinkere ihr zu.
Steph nimmt sich eine Peperoni, betrachtet sie ganz genau, ich
schaue ihr dabei zu und frage mich, was jetzt wohl gleich ├╝ber
ihre Lippen kommt.
┬╗Diese Peperoni zum Beispiel┬ź, sagt sie und dreht die Peperoni
dabei zwischen ihren Fingern: ┬╗Man sieht es ihr nicht an,
dass sie innen feurig ist. Von au├čen wirkt sie v├Âllig harmlos, aber
von innen gl├╝ht sie!┬ź
Ich verstehe immer weniger von dem, was Steph mir damit
sagen will. ┬╗Nun mach das doch nicht so spannend!┬ź, sage ich
zu ihr und greife zu meinem Glas Wasser, w├Ąhrend ich sie dabei
nicht aus den Augen lasse.
┬╗Du sollst verstehen worauf du achten sollst, also h├Âr zu, was
ich dir sage und unterbrich mich nicht immer!┬ź, dabei zwinkert
sie mir zu.
Ich verspreche ihr jetzt still zu sein.
┬╗Wenn du einen Mann triffst, sinnbildlich die Peperoni, dann
wei├čt du noch nicht, was in ihm drinnen schlummert. Es kann
sogar sein, dass du diesen Menschen langweilig findest oder ihn
gar nicht erst beachtest und somit an deinem Gl├╝ck sogar vorbeil├Ąufst.
Wir Menschen haben verlernt, auf die inneren Werte
eines Menschen unseren Blick auszurichten. Wir achten nur
auf das, was wir mit den Augen wahrnehmen. Dabei m├╝ssen
wir lernen mit unserem Herzen zu sehen, zu f├╝hlen, ob dieser
Mensch etwas in uns ber├╝hrt. Denn, dass er pl├Âtzlich da ist, in
unser Leben getreten ist, daf├╝r haben wir selbst gesorgt. Wir
haben uns diesen Menschen mit unseren Gedanken in unser Leben
geholt. Jeden Tag erschaffen wir uns unsere Realit├Ąt, nichts
von allem was geschieht, ist Zufall. Alles kommt zur richtigen
Zeit in unser Leben, auch der optimale Partner. Dass du erst auf
Maik gesto├čen bist, ist kein Zufall, er hat dir gezeigt, dass du
an dir arbeiten musst, dass du noch unsicher bist, dass du noch
gar keine genaue Vorstellung davon hast, was f├╝r einen Partner
du m├Âchtest. Durch ihn solltest du lernen nicht immer ┬╗Ja┬ź
zu sagen, sondern auch mal ein klares ┬╗Nein┬ź auszusprechen,
was du aber erst bei der Trennung getan hast.

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( 978-3-7407-4734-3 )

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