Die Macht der Clans - LiebesRebellion

Was würdest du aufgeben für den Kampf um Freiheit? Als die Erde durch eine Naturkatastrophe unbewohnbar wird, findet die Menschheit auf Terra zwei eine neue Heimat. Dreihundert Jahre später regieren Clans diese Welt. Nachdem seine Familie von Clankriegern getötet wird, schwört Chris alles zu tun, um die willkürliche Clanherrschaft auf Terra zu beenden. Während eines Auftrages verliebt er sich - ausgerechnet in eine junge Frau aus der Oberschicht, die für all das steht, was zu bekämpfen er geschworen hat.

Schlagworte zum Buch:

Aufrufe 127 | Genre Science Fiction | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 16+

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Taschenbuch

( 978-3848201518 )

Die Erde ist unbewohnbar.
Nach jahrelanger Odyssee durch das All findet die Menschheit im Pictor-System eine neue Heimat.
In Gedenken an die alte Heimat wird dem Planeten
der Name Terra Zwei gegeben.
Der Weltrat unter Führung des Großherrschers
schickt die verbliebenen funktionstüchtigen Raumkreuzer
zurück zur Erde. Keiner von ihnen kehrt je zurück.
Abgeschnitten von den meisten technischen
Errungenschaften der Menschheit, passen sich die Lebensbedingungen auf Terra Zwei allmählich denen der
Erde des zweiundzwanzigsten Jahrhunderts an.
Dreihundert Jahre nach der Besiedelung
regieren Clans diese Welt.
Die einfache Bevölkerung leidet unter
der willkürlichen Herrschaft und der
unersättlichen Gier der Clanführer.
Wer die geforderten Abgaben nicht zahlen kann,
wird deportiert und zur Zwangsarbeit verpflichtet.
Hunger, Ausbeutung und öffentliche Hinrichtungen
bestimmen den Alltag der Bürger.
Widerstand regt sich.
Die Rebellen kennen nur ein Ziel:
Die grausame Clanherrschaft auf Terra beenden
und der Bevölkerung zur Freiheit zu verhelfen.

Prolog

29. Mai 317 nach Besiedelung, Bahrl-Außenbezirk

Larn fluchte, während er versuchte, die Solarmodule der Erntemaschine so zu stabilisieren, dass sie in ihrer Position blieben. Bekam er das Problem mit dem Schwebeantrieb nicht endlich in den Griff, würde sich seine Arbeitszeit erheblich verlängern.
Er war erst sechzehn, dennoch schuftete er täglich zwölf Stunden auf den Feldern, ebenso wie seine Eltern und sein jüngerer Bruder Chris. Und wozu? Damit die Clans die Abgaben ständig erhöhten, sodass dem einfachen Volk nicht einmal genug übrig blieb, um richtig satt zu werden?
Larn schnaubte verächtlich. Diese Steuern waren nichts weiter als legalisierter Diebstahl!
Angeblich gab es Widerstand dagegen. Er hatte von kleinen Gruppen gehört, die die Clans bekämpften. Wie gerne hätte er sich einer solchen Einheit angeschlossen. Doch das würde bedeuten, seine Familie im Stich zu lassen – etwas, das er niemals tun könnte. Dafür liebte er sie zu viel zu sehr.
Das dumpfe Grollen, das auf einmal in der Luft lag, riss ihn aus seinen Überlegungen. Er hob die Hand über die Augen, um sie vor der Sonne zu schützen, und suchte aufmerksam den Himmel ab. Als er die näher kommenden Schatten am Horizont erkannte, wurde er für einen Moment stocksteif. Die Silhouetten der Clangleiter waren unverwechselbar.
Das, was die Dorfgemeinschaft bereits seit Längerem befürchtet hatte, war eingetroffen.
Als der Clan begann, die Abgaben immer weiter zu erhöhen, häuften sich die Überfälle auf die Bevölkerung. Die Gerüchteküche brodelte. Es hieß, an denen, die die Abgaben nicht zahlen konnten, würde demnächst ein Exempel statuiert werden. Wie es aussah, war es nun soweit. Als diese Erkenntnis endlich zu ihm durchdrang, rannte Larn los.
Einen Augenblick später blitzte es dort, wo er gerade noch gestanden hatte, grell auf. Der ohrenbetäubende Donner einer Explosion folgte.
Die Druckwelle riss Larn zu Boden, die Hitze des Feuerballs, der über ihn hinwegfegte, versengte sein Shirt und seinen Rücken. Der brennende Schmerz ließ ihn aufschreien und trieb ihm Tränen in die Augen. Verschwommen nahm er die schwarz gekleideten Gestalten wahr, die vom Waldrand her auf das Feld marschierten. Clankrieger!
Sie benutzten grünes Feuer. Die Neurowaffen schalteten in einer Sekunde die Reflexe der Opfer aus. Allein das Aufblitzen dieser furchtbaren Waffe steigerte sein Entsetzen und zwang Larn wieder auf die Beine.
Er lief los, strauchelte, fing sich im letzten Moment. Taumelte weiter über den unebenen Boden.
Er dachte an seinen kleinen Bruder, der allein zu Hause war. Larn musste zu Chris, musste ihn durch den Fluchttunnel, den ihr Vater in weiser Voraussicht erbaut hatte, in Sicherheit bringen, bevor ihm die Zeit davon lief.
Ein Schatten tauchte neben ihm auf und griff nach seinem Arm. Reflexartig wollte er sich losreißen, erkannte aber im letzten Moment das Gesicht seines Vaters. Erleichtert atmete er auf. Vater wusste immer, was zu tun war.
»Schneller!«, schrie er und legte sich Larns Arm um die Schultern, um ihn zu stützen. »Wir müssen zur Hütte.«
Larn biss die Zähne zusammen. Er zwang sich schneller zu laufen, obwohl ihm sein eigener Atem in den Ohren dröhnte.
Er sah die Gestalt seiner Mutter, halb verborgen von den Bäumen am Waldrand, die in den Wald lief.
Wenige Minuten nachdem sie verschwunden war, tauchten sein Vater und er in die Dunkelheit unter den Bäumen ein. Nebeneinander rannten sie den schmalen Wildpfad entlang, bis sie endlich den Rand des Forstes erreichten und in Sichtweite ihrer Hütte kamen.
Larn konnte Chris nicht sehen. Panik schlug über ihm zusammen, als er auch seine Mutter nirgends erblicken konnte.
Er stolperte nach seinem Vater durch die Tür. Die Knie wurden ihm weich vor Erleichterung, als er seine Mutter im Wohnbereich entdeckte. Aber keine Spur von seinem Bruder.
»Wo ist Chris?«, schrie sein Vater.
»Ich weiß es nicht!« Die Angst ließ die Stimme seiner Mutter schrill klingen.

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