Echo des Lebens

Wenn das Leben dir eine zweite Chance gibt, wie wirst du sie nutzen? Mit siebzehn verliebt sich Marion in den Studenten Simon, der ihr hilft, ihr freudloses Elternhaus f├╝r eine Weile zu vergessen. Doch dann wird pl├Âtzlich ihr ganzes Leben aus den Fugen gerissen. Jahre sp├Ąter hat sie ihren Weg gefunden und ist mit ihrer Familie gl├╝cklich. Da schl├Ągt das Schicksal erneut zu und katapultiert sie in eine Lage, der sie sich nicht gewachsen f├╝hlt. Zwei Freunde er├Âffnen ihr neue Perspektiven, doch damit fangen die Probleme erst richtig an. Marion muss Entscheidungen treffen, f├╝r die sie noch nicht bereit ist, und von denen dennoch ihr ganzes Gl├╝ck abh├Ąngt. Wird sie die Kraft haben, sich den neuen Herausforderungen zu stellen?

Schlagworte zum Buch: Schicksal,Familie,Unfalltod,Organspende,Hoffnung

Aufrufe 64 | Genre Liebesroman | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 0+ | Website zum Buch Link

Taschenbuch

( 978-1980990048 )

Kindle Edition

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Das aufdringliche Schrillen des Handys durchschnitt die Stille in dem kleinen B├╝roraum. Der Ton war durch die Tasche, in der es steckte, deutlich ged├Ąmpft, doch Marion zuckte heftig zusammen. Sie sa├č ├╝ber einer komplizierten Abrechnung und wollte sich nicht ablenken lassen. Egal, wer es war, er w├╝rde sich gedulden m├╝ssen.
Ihre Kollegin Julia, die ihr gegen├╝ber sa├č, lachte. ┬╗Du brauchst mal einen vern├╝nftigen Klingelton. Nicht so eine Sirene. Gehst du nicht ran?┬ź
Marion seufzte. Ihre Konzentration war beim Teufel, also konnte sie das Gespr├Ąch genausogut annehmen. Sie nestelte das Handy aus ihrer Handtasche, die unter dem Tisch stand, als es verstummte.
┬╗Problem gel├Âst┬ź, grinste Julia.
Marion sah auf die Nummer. Die Vorwahl stammte aus ihrem Heimatort, aber ansonsten war sie ihr unbekannt. Sie w├╝rde nach Arbeitsschluss am Mittag zur├╝ckrufen. Auch eine neue WhatsApp-Nachricht hatte sie erhalten. Sie l├Ąchelte, als sie die Zeilen ihres Mannes las. ÔÇ║Meine Konferenz f├Ąllt aus. Mache heute blau und fahre gleich heimÔÇ╣, hatte er vor einer Stunde geschrieben. ÔÇ║Vielleicht k├Ânnen wir nachmittags mit Stefanie rodeln gehen oder sonst was unternehmen. Hab dich lieb.ÔÇ╣
Eine gute Idee. Ihre Tochter w├╝rde sich ├╝ber einen unverhofften Ausflug freuen.
Als sie das Handy zur├╝ck in die Tasche steckte, klingelte das Telefon, das zwischen den Schreibtischen stand. Julia sah sie an. ┬╗Du oder ich?┬ź
┬╗Du. Ich hatte heute fr├╝h schon etliche Gespr├Ąche. Ich muss diese Abrechnung fertig kriegen, bevor ich gehe.┬ź Marion drehte sich zu ihrem Computer und h├Ârte nur noch mit halbem Ohr, wie sich Julia mit dem Namen der Versicherungsgesellschaft, f├╝r die sie arbeiteten, meldete.
┬╗Frau Degenhart? Ja, die ist hier. Einen Moment.┬ź
Marion seufzte. Als sie die Hand nach dem Telefonh├Ârer ausstreckte, warf sie Julia einen fragenden Blick zu.
┬╗Jemand vom Klinikum F├╝rstenfeldbruck┬ź, raunte die Kollegin, w├Ąhrend sie die Telefonmuschel mit der Hand abdeckte.
┬╗Wegen einer Abrechnung?┬ź Noch mehr Arbeit. Marion st├Âhnte innerlich. ┬╗Degenhart┬ź, meldete sie sich und erwartete, mit den Versicherungsdaten eines Patienten konfrontiert zu werden. Doch dann wurde sie blass. Julia hielt in ihrer Arbeit inne und beobachtete sie. Marion umklammerte den H├Ârer so fest, dass ihre Fingerkn├Âchel langsam wei├č wurden.
┬╗Was ist los?┬ź, fragte Julia alarmiert.
┬╗Ja, nat├╝rlich, ich komme gleich┬ź, murmelte Marion. ┬╗Auf Wiedersehen.┬ź
Julia stand auf und lief um ihren Schreibtisch herum. Marion hielt immer noch den H├Ârer in der Hand, hatte ihn aber sinken lassen. Behutsam legte Julia ihre Hand auf die Schulter der etwas ├Ąlteren Kollegin. Langsam und wie aus tiefer Trance erwachend, sah Marion auf.
┬╗Was ist passiert?┬ź, wiederholte Julia.
┬╗Mein Mann hatte einen Unfall.┬ź Marions Stimme war nur ein leises Wispern.
┬╗Einen Unfall? Mit dem Auto?┬ź
┬╗Ja, ich glaube schon.┬ź
┬╗Du glaubst?┬ź
┬╗Sie haben mich nur gebeten, sofort zu kommen.┬ź Ein Schauer durchlief Marion, doch er riss sie aus ihrer Starre. Sie lie├č das Telefon achtlos fallen, w├Ąhrend sie aufsprang und nach ihrer Jacke und Tasche griff. ┬╗Ich muss sofort hin.┬ź
Julia sch├╝ttelte den Kopf. ┬╗Ich lasse dich auf keinen Fall fahren. Du bist viel zu aufgew├╝hlt. Ich bringe dich hin.┬ź
┬╗Das musst du nicht.┬ź
┬╗Doch, das muss ich. Ich sage nur schnell Bescheid.┬ź

Taschenbuch

( 978-1980990048 )

Kindle Edition

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