Ein Fall von Abenteuer

Der Klappentext: "Wenn ein paar geschriebene Zeilen dir den Boden unter den Füßen wegreißen und du vor einem emotionalen Abgrund stehst, der dir zuruft, zu springen - was kann dich dann noch davon abhalten, es zu tun? Chris hat eigentlich alles, was man sich nur wünschen kann. Doch dann bekommt er einen Brief, der alles über den Haufen wirft. Einen Brief von einem Toten, der ihm Sachen offenbart, die so furchtbar sind, dass sein Leben zu zerbrechen droht. Chris hat nur eine Wahl: Zusammen mit seinen Freunden stellt er sich der Vergangenheit und taucht immer tiefer ein in eine Welt aus Lügen, Schmerz und Abscheu. Doch dieser Weg führt ihn nicht nur ins Dunkle, sondern auch zu neuen Freunden, Glück und der großen Liebe. Und in das Paradies auf Erden … Lachen, Bangen, Hoffen, Lieben … Manchmal muss man erst in die Dunkelheit treten, um den Lichtschein zu sehen. Und um zu erkennen, dass aus dem kleinen Funken ein riesiges Freudenfeuer werden kann."

Schlagworte zum Buch:

Aufrufe 144 | Genre Liebesroman | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 0+ | Website zum Buch Link

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Taschenbuch

( 978-3745094404 )

Zur Leseprobe sei gesagt: Ich habe eine Stelle aus dem Manuskript gewählt, in der ihr die Protagonisten ein bisschen kennenlernt, in der aber nicht zu viel verraten wird ;-) Ich hoffe, dass euch diese Leseprobe gefällt.

*****Leseprobe*****

Um 17 Uhr, ich war inzwischen ausgehfertig, klingelte es an meiner Tür. Marie holte mich ab. Unterm rechten Arm trug ich die Kiste Wein und links hakte Marie sich ein.
Als wir oben ankamen, waren wir schwer beeindruckt. Ich hatte erwartet, dass alles mit italienischen Flaggen geschmückt sei, aber stattdessen hatten die beiden sich wirklich Mühe gegeben. Der Tisch war gedeckt wie bei Mama Italia, die Farben in Terrakotta gehalten und es duftete nach Gewürzen, wie ich sie dort auch gerochen hatte. Es sah toll aus. Pascal stand am Grill und Felix nahm mir sofort den Wein ab, den er fachmännisch in eine Karaffe füllte, ehe er anfing, uns damit abzufüllen. Leise, kaum hörbar, lief Musik im Hintergrund. Genauso, wie ich es mochte. Ich konnte es nicht ertragen, wenn Musik oder der Fernseher an war, wenn man sich unterhielt.
Das Wetter war angenehm. Als das Fleisch, Paprika und sogar Tomaten gegrillt waren, saßen wir am Tisch. Marie und ich nebeneinander und die Gastgeber uns gegenüber.
»Ich steh auf Pärchenabende.« Erwartungsvoll blickte Felix uns beide an und dann zu seinem Pascal.
Wir taten ganz neutral. Als ob das, was er eben sagte, absolut richtig war und hier zwei Pärchen am Tisch hockten. Selbstverständlich hatten wir beide das vorher insgeheim abgesprochen. Und nicht nur das. Der Höhepunkt sollte noch folgen.
Alles in allem entwickelte sich der Abend sehr lustig und unterhaltsam. Wir hatten viel Spaß miteinander, wenn auch immer wieder Kommentare zu hören waren, die darauf schließen ließen, dass Felix und Pascal es sich zum Lebensinhalt gemacht hatten, uns zu verkuppeln. Gegen 22 Uhr dann, wir hatten inzwischen die vierte Flasche Wein leer, schlug Felix vor, das Zwei-süße-Hunde-sitzen-beim-Italiener-Spiel zu spielen. Uns war absolut klar, dass er das gerade erst erfunden hatte, aber wir machten mit. Es kam sogar sehr gelegen, um unseren Höhepunkt darzubieten. Pascal nahm eine der Spaghetti. Ein Ende nahm er in seinen Mund und das andere Ende nahm Felix. Sie knabberten, kicherten und am Ende – welch Wunder – küssten sie sich.
»Jetzt seid ihr dran!« Sie erwarteten, dass wir uns sträuben, widersprachen und ihnen vielleicht sogar noch einen Vortrag halten würden, aber wir spielten ihr Spiel mit. Marie nahm eine Nudel und ich nahm eins der Enden in den Mund. Auch wir knabberten und kicherten und am Ende – nun waren es die beiden, die sich wunderten – küssten wir uns. Kein kleiner Kuss, wir machten unsere Sache gut. Na ja, so gut, wie man es eben machen kann, wenn man den Mund voller Spaghetti hat und eigentlich nur so tun will, als ob.
Das Beschreiben von Gefühlen war noch nie meine Stärke. Und wenn jemand von Schmetterlingen im Bauch sprach, schüttelte es mich, weil ich den Gedanken widerlich fand, dass die da rumschwirrten. Klar konnte ich auch romantisch sein, aber man musste es ja nicht übertreiben. Aber dieser Kuss. Es war ja kein richtiger Kuss. Wir hatten nur die Lippen aufeinander gedrückt und so getan, als ob. Aber ich hätte wirklich heulen können. Ich glaube nicht mal, dass es an Marie lag, eher an dem Kuss an sich. Diese Berührung, dieser Hauch Intimität – wie lange hatte ich das schon nicht mehr erlebt. Und das erste Mal, seit ich mich erinnern konnte, spürte ich ein Kribbeln im ganzen Körper. Es war wie im Film, wenn plötzlich alles in Zeitlupe geschieht und alles ringsherum ausgeblendet wird. Gedanklich stellte mir Dr. Morgen die Frage, ob es mir gefällt, meine Ex zu küssen, worauf ich verneinte. Und Marie? Himmel hilf, ja! Mein Gott, war das schön.
Wir trennten uns wieder und sahen uns noch ein paar Sekunden in die Augen. Felix japste, als ob ein kleines Kätzchen eine Taube sieht, die es fangen möchte. Beide saßen mit weit offenen Mündern vor uns und versuchten etwas zu sagen. Ihre Lippen bewegten sich, aber es war nichts zu hören. Synchron veränderte sich ihre Mimik vom Staunen zum Grinsen.
»Oh! My! Godness! Hasi? Die beiden haben es doch miteinander getrieben!« Wenn Felix auch seinen Blick nicht von uns lassen konnte, sprach er in diesem Moment mit Pascal. Der hingegen war erstarrt und bekam kein Wort raus. Das Bild, welches die beiden lieferten, war würdig, um in Öl auf Leinwand festgehalten zu werden. Marie nahm meinen Gedanken auf und machte blitzschnell ein Foto mit ihrem Handy. Aber dann war es soweit, wir hielten es nicht mehr aus und schmissen uns hin vor Lachen. Es war herrlich. Uns kamen die Tränen, wir quietschten und stützten uns gegenseitig. Und als wir irgendwann fertig waren, saßen die Jungs noch immer genauso da, wie vorher. Wir versuchten ihnen zu erklären, dass wir sie nur reingelegt haben, weil wir genau wussten, was sie vorhatten, aber wir hatten keine Chance. Felix und Pascal waren sich einig und absolut sicher, dass Marie und ich ei

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( 978-3745094404 )