Magier Ckarly - Lichtreise einer Seele

Magier Ckarly, ein sagenhafter Heiler der Frühzeit, hat das legendäre Urwissen von Atlantis in den Tiefen seines Geistes verankert. Seine Weisheit ist inspiriert und von mystischen Botschaften aus der Tierwelt beflügelt. Er verfolgt die selbstlose Aufgabe, kranke Geschöpfe zurück an ihren Ursprung zu führen, um die Heilkraft des eigenen Herzens neu zu erwecken. Als er seine begnadete Berufung erfüllt hat, steigt seine Seele in die himmlischen Sphären empor. Dabei wird dieser die wundervolle Ehrung der schöpferischen Allmacht zuteil, die sie in eine unbeschreibliche Glückseligkeit und höchste Ekstase versetzt. Als Bote des Friedens inkarniert die Seele erneut, um diesmal mit noch größerer Hingabe ihren ehrenvollen Auftrag zu erfüllen. Schließlich erscheint sie noch ein letztes Mal als Inkarnation des Lichtengels Johannes. Dieser ist dazu bestimmt, tief gefallene Seelen in den unterirdischen Sphären aus ihrer geistigen Umnachtung zu erlösen, allein mit der Macht seiner Herzensliebe. Während er dieser Mission folgt, heilen seine letzten, ihm noch innewohnenden Konflikte und er erreicht die Vervollkommnung seiner Seelenreise in die höchste Lichtdimension.

Schlagworte zum Buch:

Aufrufe 123 | Genre Spiritualität | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 16+

Taschenbuch

( 978-3-95802-958-3 )

Gebundene Ausgabe

( 978-3-95802-959-0 )

Kindle Edition

( 978-3-95802-960-6 )

Der sehnsuchtsvolle Wunsch des Drachen

Magier Ckarly wurde wach durch einen Geistesblitz, der ihn aus höheren Sphären erreichte. Er erhob sich flink von seinem kuscheligen Nachtlager und trat an das kleine Fenster seiner bescheidenen Hütte. Suchend blickte er in den von funkelnden Sternen erhellten Nachthimmel.
„Dort, sieh die Botschaft!“ Eindringlich machte seine innere Stimme auf sich aufmerksam. Sein hellwacher Blick fiel auf das schillernde Sternen-gebilde eines monströsen Urtieres, das sich am Firmament zeigte.
„Gehe hinauf zu den Klippen, dorthin, wo die magischen Steine sind!“, forderte ihn die Stimme auf. „An diesem Ort wartet eine außergewöhnliche Aufgabe auf dich. Noch vor Sonnenaufgang wird dein Talent dringlich gebraucht.“
Der Magier streckte seine geschmeidigen Glie-der und trotz seines vorgerückten, höheren Alters von beinahe 80 Jahren besaß er noch immer einen agilen Körper und einen äußerst wachen Verstand. Eilends verließ er seine Hütte und verschwand in die Dunkelheit der Nacht. Mit federnden Schritten bestieg er den ausgetretenen Pfad, der ihn zu dem mystischen Ort führte. Eine Schleiereule flatterte auf ihn herab und kauerte sich auf seine starke Schulter.
„Du wirst bald berühmt sein unter den Tieren“, teilte sie ihm mit und machte sich sogleich wieder davon. Ckarly sann über die rätselhafte Tierbotschaft nach, während er weiter bergan schritt.
„Der Nachtvogel weiß wohl von meinem Auftrag“, dachte er.
Wie von Zauberhand geführt erreichte er in der morgendlichen Dämmerung den geweihten Ort nahe bei den Klippen. Er ließ sich auf dem mit Tau benetzten Erdreich inmitten des magischen Steinkreises nieder. Sein Blick fixierte die Himmelslichter, die noch sanft funkelten. Er spürte die sanfte Berührung der himmlischen Mächte, die liebevoll von ihm Besitz ergriffen. In tiefster Hingabe stimmte er einen Choral an und bald hüllte der laue Frühlingswind seinen Körper in ein flammendes Gewand.
Laute kraftvolle Tritte holten ihn nach einer geraumen Zeit der Meditation in die Realität zurück. Neugierig erhob er sich und erblickte einen gigantischen Drachen, der sich hastig auf ihn zu bewegte. Er erschauerte leicht, doch seine innere Stimme mahnte ihn, die Botschaft des Urtieres anzuhören.
Der Drache nahm keine Notiz von ihm und ließ sich plumpsend am felsigen Rand der Klippen nieder. Ckarly beobachtete ihn dabei, wie er den Blick sehnsuchtsvoll auf das Meer hinausrichtete und leise wimmerte.
Langsam löste sich seine Erstarrung und er ver-nahm noch einmal die Worte der Schleiereule, die geheimnisvoll durch seinen Geist hallten.
„Ich werde seine Botschaft anhören“, beschloss er beherzt. Vorsichtig näherte er sich dem Urtier und im gleichen Moment ertönte ein dröhnendes Schluchzen, das tief aus dem Inneren des monumentalen Tieres kam. Er war äußerst gerührt durch die heftige Gefühlsregung des Riesen und berührte sanft seinen Fuß, der die gleichen Ausmaße wie er selbst hatte.
„Erschrick nicht, lieber Drache! Ich bin Magier Ckarly und gekommen, um deine Botschaft zu erfahren“, begann er mit fester Stimme eine Un-terhaltung.
Der Drache wandte behäbig seinen Kopf zu ihm und er sah, dass die tränennassen Augen des Tieres wie klare Perlen schimmerten.
„Wer bist du?“, fragte er sichtlich interessiert.
Der Riese schüttelte seinen massigen Schädel und seine salzigen Tränen berührten Ckarlys warmen Körper. Er antwortete nicht auf die Frage des Magiers, stattdessen löste er sich gemächlich aus seinem tiefen Gram und sprach mit bekümmerter Stimme:
„Siehst du dort draußen auf dem Meer den wunderbaren Lichtstrahl?“
Der Magier ließ seinen Blick hinaus in die un-endliche Weite des aquamarinblauen, wild wo-genden Ozeans schweifen. Er spürte die erfri-schenden Wellen, die seinen Leib mit starker Lebenskraft durchfluteten.
„Dorthin geht mein ganzes Sinnen“, wehklagte der Drache und schniefte erbärmlich. „Ich kann nicht fliegen und möchte dorthin, wo meine ursprüngliche Heimat war.“
Ckarly sann eine Weile nach und erwiderte bedächtig:
„Ich weiß, wie das Fliegen gelingen könnte und werde bemüht sein, dir zu helfen.“
Er war selbst erstaunt über seine Worte, denn er hatte noch keinen fliegenden Drachen gesehen.
„Wie heißt du überhaupt?“, forschte er aber-mals, da er noch immer nicht wusste, mit wem er es zu tun hatte.
„Ich bin Merlin und war in meinem vergangenen Dasein ein grandioser Zauberkünstler“, klärte der Drache ihn auf. „Vor langer, langer Zeit war meine Heimat auf Atlantis gewesen, dem wunderbaren Kontinent der Liebe. Ich war damals völlig unabhängig und konnte mit der Macht meines Geistes überall hinreisen, gerade so, wie es mir behagte. Doch ich und viele andere Bewohner fielen in Ungnade, da wir immer eigensüchtiger wurden und nur unseren selbstherrlichen Interessen nachgingen. So geschah es nach und nach, dass tiefe Finsternis den Kontinent umhüllte und er irgendwann dröhnend im Meer versank. Ich entging dem Ertrinken in den Fluten des Meeres und war ins Firmament

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( 978-3-95802-960-6 )