Mein Sklave

Eines Tages offenbarte Jana mir ihr Geheimnis: sie besaß einen Haussklaven. Anfangs erschien es mir äußerst befremdlich, so einen nackten Mann in der Wohnung zu haben. Als ich mehr darüber erfuhr, wie nützlich ein privater Hausdiener sein konnte, der putzte, kochte, das Essen servierte und jeden Wunsch von den Augen ablesen konnte, änderte ich meine Meinung und war begeistert. Jetzt wollte ich auch einen Sklaven haben! Bald musste ich feststellen, dass es gar nicht so einfach war, den Richtigen zu finden.

Schlagworte zum Buch: Sklave,Domina,Sex,Unterwerfung,Sklavin,Sado-Maso

Aufrufe 173 | Genre Erotische Literatur | Sprache deutsch | Altersempfehlung 0+

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Für mich war Sklave ein abstrakter Begriff aus der Antike. Vorstellen konnte ich mir darunter wenig. Bis ich einen Sklaven kennenlernte – und meine negative Meinung über Sklavenhaltung revidierte.

Jana lernte ich vor fünf Jahren kennen. Oder waren es nur zwei Jahre? Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, so innig waren wir uns mittlerweile. Wie Zwillinge im Geiste sahen wir die Welt mit den gleichen Augen. So offen und beredsam sie bei unseren ersten Begegnungen war, umso verschlossener war alles, was ihr Privatleben anging. Wenn man sie nach ihrem Beziehungsstatus fragte, prallte man gegen eine Mauer eisernen Schweigens. Selbst die entscheidende Frage, ob sie auf Frauen oder Männer stand, konnte niemand beantworten. Ihr Privatleben war ebenso nebulös wie die synthetischen Nebelwolken in diesem Gothic-Club, in dem ich ihr zum ersten Mal begegnete. Obwohl wir uns bald regelmäßig trafen, verging der erste Monat und der erste Winter nahm Abschied, der erste Frühling kam und der erste Sommer sagte mit einem goldrotem Gruß der Natur Lebewohl, ohne dass sie etwas über ihr wirkliches Leben preisgab. Jana hatte um ihr privates Dasein ein undurchdringliches Netz gesponnen. Sie bewahrte es wie ein dunkles Geheimnis, obwohl wir uns mittlerweile vertraut waren wie die besten Freundinnen, die diese Welt je gesehen hatte. Bis sie mich eines Tages einweihte. Ihr linkes Auge zuckte nervös.
»Ich habe bisher niemandem davon erzählt. Aber wir kennen uns mittlerweile zu gut, sodass ich mein Geheimnis nicht mehr vor dir verbergen sollte. Jedenfalls weiß ich, dass ich dir wirklich vertrauen kann.« Vorsichtig sah sie mich an und fragte zaghaft: »Willst du sehen, was ich zuhause habe?«
Noch nie hatte Jana jemanden zu sich eingeladen, meines Wissens noch niemals einen Menschen in ihr Privatleben eingeweiht...

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