Nura Draam in am Draam - Nur ein Traum im Traum

Stellen Sie sich vor, Ihr Chef ist bekennender Swinger. Er und seine Frau frönen dem Partnertausch. Sie werden von ihm zu einem Trip nach Wien eingeladen ... mit IHRER Frau! So geht es Anton Kortner, der von den Aufträgen seines Geschäftsfreunds Fred Baldow abhängig ist, fast so wie Sie von Ihrem Chef. Donnerstagabend treffen sich die Paare in Wien. Antons schlimmste Befürchtungen bestätigen sich. Seine Frau ahnt nichts. Er hat ihr bisher nichts gesagt, aus Angst vor ihrer Reaktion! Doch Samstagabend soll es geschehen, fordert Fred. Bleibt Anton standhaft und verliert Aufträge oder gibt er nach und lässt seine Moral sausen? Ein sehr langes Wochenende kämpft er mit sich und gegen Fred! Der Kampf treibt ihn fast in den Wahnsinn!

Schlagworte zum Buch: Swinger,Wien,Traum,Panik,Stress,Beziehung

Aufrufe 192 | Genre Erotische Literatur | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 16+ | Website zum Buch Link

Taschenbuch

( 978-3-7341-0057-2 )

Kapitel 17 DAS BEGRĂ„BNIS

„Wohin darf ich Sie fahren, der Herr?“
„Zum Friedhof der Namenlosen, bitte!“
„Das ist immer ein ungewöhnliches Ziel und dann noch zur Nacht?“
„Ich muss was nachschauen. Haben Sie eine Taschenlampe im Auto?“
„Selbstverständlich! Schon um die Hausnummern ablesen zu können.“

Wir fahren bereits. Er fährt über den Rennweg, am Unteren Belvedere vorbei und dann durch Gegenden, die ich nicht kenne.

Nach einer halben Stunde sehe ich schon die Silos. Der Hof ist offen, kann man ihn ĂĽberhaupt verschlieĂźen?

Unmittelbar vor dem Damm hält Herr Rosenstein. Da steht noch ein weißes Jaguar-Cabriolet.

„Würden Sie mich begleiten Herr Rosenstein? Nicht dass ich Angst habe, es könnte was passieren. Mir ist es wichtig, dass das, was ich gleich sehe, noch jemand anderes sieht, gewissermaßen als Zeuge.“

Rosenstein sieht mich von der Seite an, so als machte er sich Sorgen und als wĂĽsste er genau, was in mir tobt. Ohne Worte steigt er aus, macht die Taschenlampe an und wir gehen rauf auf den Damm.

Oben fällt mir auf, dass alle Laternen auf allen Gräbern leuchten. Jemand muss sie angezündet haben. Beim Näherkommen sehe ich, dass dort wo das offene Grab ist, Leute stehen.

Es sind der alte Mann, der mit der Schaufel und drei andere, die die Enden von zwei Seilen in den Händen haben. Der Sarg steht auf Balken über der Graböffnung.

Mit dem Rücken zu uns sehe ich einen großen, schlanken Mann in einem teuren, schwarzen Kaschmirmantel, ähnlich meinem. Rechts von ihm eine Frau, die ebenfalls teuer und schwarz eingekleidet ist. Sie sieht aus wie ...
Am Grab stehen Fred und Dorothee? Was um Himmelswillen machen die hier und wo ist Margret?

Rosenstein und ich gehen zu der Gesellschaft. Als ich sie von vorne sehe, weiß ich, dass sie es wirklich sind, doch ihre Gesichter kann ich wegen der Dunkelheit nicht erkennen. Rosenstein leuchtet sie auch nicht an. Als ich mich an die Dunkelheit gewöhnt habe, sehe ich ihre Gesichter etwas deutlicher und auch wieder nicht, als wäre eine graue Wolke davor.

„Bitte, könnten Sie den Sarg nochmal öffnen? Ich möchte mir die Tote gerne noch ein letztes Mal anschauen.“ ,War es doch Margret?’ Niemand reagiert auf meinen Wunsch. Der große Mann, Fred? gibt den vier Helfern ein Handzeichen. Die heben den Sarg an den Seilen an, schieben je mit einem Fuss die Balken auseinander und lassen den Sarg hinunter.

Ich will als erster eine Schaufel für Sissi oder Margret? ins Grab geben, aber Rosenstein hält mich fest.

So tun es die zwei, geben sich gegenseitig die Hand und nehmen die Kondolationswünsche der vier Helfer entgegen. Dann drehen sie sich um und gehen an uns vorbei, als wenn wir nicht da wären.

Nacheinander gehen sie die Treppe zum Damm hoch und kurze Zeit später hört man, wie ein Auto gestartet wird und wegfährt.

Derweil haben die vier Bestatter die Erde schon größtenteils ins Grab geschoben und geschaufelt. Obenauf machen sie einen Hügel, den der Alte mit seiner Schaufel glattklopft. Auf das Schild schreibt er mit Kreide „Namenlos“.

Ich will ihn davon abhalten, er soll Sissi Kolesariç oder Margret Baldow? darauf schreiben, aber wieder hält mich Rosenstein zurück. Ein Kranz wird auf den Hügel gelegt und die vier Arbeiter verschwinden.

Nun lässt mich Rosenstein näher ans Grab. Auf der Schleife am Kranz steht R.I.P. wünscht dir die Vereinigung der Adamiten Wien.

Ich bekomme wieder das fürchterliche Brennen im Magen und an meiner linken Seite. Rosenstein greift kräftig zu, als ich mich ruckartig zusammenkrümme. Er führt mich zum Taxi. Der Jaguar ist weg. Rosenstein bringt mich zurück Richtung Oper.

„Wo wohnen Sie, Herr Ingenieur?“
„Im Bristol,“ kann ich nur krächzen. Ich gäbe alles für eine Sodbrennentablette.

Als wir auf dem Rennweg sind, wird’s dunkel vor meinen Augen. Nicht schlimm, ich bin in guten Händen.....

Taschenbuch

( 978-3-7341-0057-2 )