Ohne Ausweg

Wie ein Schwerverbrecher sitzt Duke in Handschellen gefesselt auf der R├╝ckbank eines Polizeiwagens. Warum liegt gegen ihn ein Haftbefehl vor? Ist man ihm letztlich doch auf die Schliche gekommen und sucht ihn im Zusammenhang mit den mysteri├Âsen Todesf├Ąllen in Keene? Und was ist mit Rachel passiert? Das sind nicht die einzigen Fragen, die ihn besch├Ąftigen. Eben noch befand er sich auf der Stra├če der Sieger, um ungebremst die Welt zu entdecken. Doch pl├Âtzlich scheint das in weite Ferne ger├╝ckt zu sein, denn das Schicksal hat etwas anderes mit ihm vor. Die Realit├Ąt holt ihn zur├╝ck auf den Boden der Tatsachen und er findet sich an dem Ort wieder, an dem er sich als Letztes auf dieser Welt aufhalten wollte. Obwohl Duke dachte mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben, holt ihn diese wieder ein und ein neuer Name erscheint auf seiner Liste. Eine Liste, auf der niemand stehen will! Der 2. Teil der Duke-Reihe startet so turbulent und spannungsgeladen wie der 1. Teil ÔÇ×Ohne WarnungÔÇť geendet hat. Der Leser wird erneut auf eine spannende Reise quer durch die USA mitgenommen und wei├č nie, wohin diese Reise ihn f├╝hren wird.

Schlagworte zum Buch:

Aufrufe 74 | Genre Krimi | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 16+ | Website zum Buch Link

Kindle Edition

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Duke konnte nicht fassen, was hier gerade abging. Er sa├č wie ein Schwerverbrecher in Handschellen gefesselt auf der R├╝ckbank eines Polizeiautos, ohne seine pers├Ânlichen Dinge. Nicht einmal sein Telefon hatte er mehr. Eben noch sa├č er mit Rachel im Wohnmobil, segelte den Highway entlang und hatte die beste Zeit seines Lebens. Der Cop schwieg. Einzig der Polizeifunk kr├Ąchzte unverst├Ąndliche Codes, die Dukes Nervenbahnen zus├Ątzlich verknoteten. Nachdem er sich vom ersten Schock der Verhaftung soweit erholt hatte, versuchte er den Wust der sich ├╝berschlagenen Gedanken zu ordnen. Noch konnte er sich keinen Reim darauf machen, warum er mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Hier konnte nur eine Verwechslung vorliegen. Gleicher Name, ├Ąhnliches Alter. Ja, das musste es sein. Doch dann dachte er an Rachel. Was wird sie jetzt von ihm denken, was wird sie unternehmen? Kommt sie ihm ├╝berhaupt hinterhergefahren? Duke drehte sich um und schaute aus dem R├╝ckfenster des Wagens, doch das Wohnmobil war nirgends zu sehen. Okay, sie wird sicher zur n├Ąchsten Polizeistation fahren und sich erkundigen, wo er festgehalten wird, versuchte er sich zu beruhigen. Seine Welt geriet schon wieder in eine Schieflage. Gerade erst hatte er Rachel gefunden, alles lief hervorragend und pl├Âtzlich ging alles wieder den Bach herunter. Es war zum Verzweifeln. Und was hatte dieser Haftbefehl wirklich zu bedeuten?
Ist man ihm irgendwie auf die Schliche gekommen? Duke sch├╝ttelte leicht den Kopf. Unm├Âglich, er war zu vorsichtig um Spuren zu hinterlassen. All die Dinge, die in Keene passierten, waren Unf├Ąlle. Trotzdem er sich einredete sicher zu sein, fragte seine kreative Hirnh├Ąlfte ein wenig zu vorlaut nach, warum er dann in Handschellen spazieren f├Ąhrt. Je l├Ąnger die Fahrt dauerte, umso flauer wurde sein Magengef├╝hl. Sein dringendes Bed├╝rfnis, aufs Klo zu m├╝ssen, war mittlerweile verschwunden. Langsam kroch ihm die Angst den R├╝cken hoch und er fing auf einmal an heftig zu schwitzen. Seine anf├Ąngliche Sicherheit, dass er hier nur wegen einer Verwechslung in Problemen steckte, wich immer mehr dem Gef├╝hl, dass man ihn wegen den Vorf├Ąllen in Keene geschnappt hatte.
***
Keine zehn Minuten sp├Ąter wurde er unsanft in ein Polizeirevier gef├╝hrt. Ein weiteres Mal wurden ihm seine Rechte vorgelesen und endlich erkl├Ąrte man ihm, warum er verhaftet worden war. Duke wusste nicht, ob er lachen sollte oder wegen solch einer Dummheit mit dem Kopf auf die Tischplatte h├Ąmmern sollte. Ohne einen weiteren Kommentar wurde er anschlie├čend in eine sanft nach Kotze stinkende Zelle gesteckt. Vorher hatte man ihn gr├╝ndlich gefilzt und ihm alles abgenommen, womit er sich h├Ątte erh├Ąngen k├Ânnen. Duke kochte innerlich. Das alles war so unn├Âtig, was man hier mit ihm veranstaltete. Erneut hatte er einen dummen Fehler begangen. Er, der doch immer alles so genau plante. Diese Nachl├Ąssigkeit war mehr als ├Ąrgerlich. Wie konnte er sich selbst so ein Bein stellen?
Nach einer gef├╝hlten Ewigkeit wurde Duke wieder aus der Zelle gef├╝hrt, um seine Daten polizeilich aufzunehmen. Das volle Programm. Duke machte sich keine Sorgen, was sollte ihm schon gro├čartig passieren? Rachel w├╝rde kommen und ihn auf Kaution rausholen. Im Film war es jedenfalls immer so. W├Ąhrend man ihm seine Fingerabdr├╝cke abnahm, wollte er nach seinem Recht auf ein Telefongespr├Ąch fragen, doch dann fiel ihm ein, dass er sein Telefon ja nicht bei sich hatte. Dummerweise hatte er Rachels Nummer nicht im Kopf. Diese Erkenntnis war niederschmetternd. Was nun? Seine Eltern konnte er ja schlecht anrufen. W├Ąhrend er noch ├╝ber diese Probleme gr├╝belte, wurde er wieder zur├╝ck in die Zelle gesteckt. Stunden vergingen, und Rachel hatte sich immer noch nicht blicken lassen. Was kann so schwer sein, ihn zu finden? Sorgen machten sich in ihm breit, dass ihr in der Aufregung etwas zugesto├čen sein k├Ânnte. Er befand sich in einer hilflosen Situation, da er weder wusste, was mit ihr war, noch was mit ihm passieren w├╝rde. Ereignislos verging der Rest des Nachmittags. Der einzige H├Âhepunkt war das geschmacklose Essen, das man ihm in die Zelle brachte. Sonst k├╝mmerte sich niemand um ihn.
Es blieb ihm nichts weiter ├╝brig, als zu warten. Jetzt lag es in den H├Ąnden der Cops, wie es mit ihm weiterging. In dieser Nacht schlief er schlecht. Immer wieder drehten sich seine Gedanken um Rachel. Dass er selbst bis zum Hals in Problemen steckte, war f├╝r ihn in diesem Moment zweitrangig.

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