Olivia- die Gestalt unter der Laterne

Ein Sommerurlaub auf Mallorca verl├Ąuft auf mystische Weise ganz anders als geplant! Die Kurzgeschichte/Novelle nimmt Sie mit in den Urlaub auf Mallorca in das idyllische Fischerdorf Cala Figuera. F├╝r einen von drei jungen M├Ąnnern wird alles v├Âllig anders als geplant enden. Schlimmer- es ist gar nichts geplant! Von Beginn an schwebt Mario zwischen Wirklichkeit und Fantasie- oder doch nicht? Das Ende wird es zeigen. Stellen Sie sich ein Gl├Ąschen Wein und etwas Schinken oder K├Ąse bereit, wenn Sie diese Kurzgeschichte durchleben. Denn auch Mario tut dies. Und macht v├Âllig neue Erfahrungen.

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Aufrufe 143 | Genre Drama | Sprache Deutsch | Altersempfehlung 0+ | Website zum Buch Link

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Die Ankunft

Ich bin heute wirklich m├╝de.
Der Stress der vergangenen Monate hat mir die letzten Kr├Ąfte geraubt. Immer wieder habe ich den mir zustehenden Urlaub verschoben. Wohin soll ich auch fahren? Bis zwei meiner Cousins eine gl├Ąnzende Idee haben. Sie organisieren alles, ich muss nur den Urlaub beantragen und mich anteilm├Ą├čig an den Kosten beteiligen. Und die fallen wirklich nicht sehr hoch aus!
Heute am Abend treffen Andreas, Thomas und ich in Palm de Mallorca ein. Der Flieger ist p├╝nktlich zwanzig Uhr gelandet. Andreas holt mit mir die Koffer, w├Ąhrend Thomas zum Autovermieter sprintet und doch schon eine Schlange Wartender vorfindet. Aber es geht dann doch recht flott. Ehe ich alles so richtig mitbekomme, sitzen wir im Renault und d├╝sen Richtung Cala Figuera bei Santanyi davon.
Die Sonne geht langsam unter. Goldene Strahlen prallen auf die Steinmauern links und rechts der schmalen Stra├če und zaubern eine unwirkliche Stimmung. Im Gegensatz zu Deutschland, das wir frierend und mit nasser Kleidung verlassen hatten, war es hier sehr warm.
Thomas f├Ąhrt z├╝gig, aber nicht riskant. Kurz vor dreiundzwanzig Uhr kommen wir im Ort an und finden in der N├Ąhe des Hafens sogar noch einen freien Parkplatz. Unser Hostal, das ÔÇ×Apartementos LlevantÔÇť, liegt direkt am Beginn der Fu├čg├Ąngerzone, ein paar Meter von der Hafenmauer entfernt. Die nette Besitzerin l├Ąsst uns ein, zeigt uns das Appartement und wir packen aus.
Es war ein ereignisreicher Tag, ich bin m├╝de und schlafe schnell ein.

Erster Abend

Ich stehe auf der Terrasse unseres Hostals. Es ist ein Uhr Nachts. Meine beiden Cousins schlafen bereits tief und fest. Ich habe die Beleuchtung ausgeschaltet, lediglich aus dem Wohnzimmer f├Ąllt noch ein schwacher Schein gelblichen Lichtes heraus. Diese Stimmung muss ganz einfach genossen werden!
Auf dem Plastiktisch stehen ein Weinglas, ein Vino Tinto und ein Schneidbrett mit Manchego. Ich habe ihn sch├Ân klein geschnitten, immer eine Portion.
Keine zehn Meter entfernt pl├Ątschern bereits die Wellen des Hafens mit seinen kleinen und mittleren Booten und Schiffen, die in der Dunkelheit wei├čen Perlen gleichen. Gegen├╝ber ragt die Steilk├╝ste ungef├Ąhr f├╝nfzig Meter empor. Der helle Kalkstein reflektiert das Licht des Hafendorfes. Dazu muss ich erw├Ąhnen, dass ich mich in der vierten Etage befinde. Ich kann also direkt von oben in die schmale Stra├če blicken. Die Gartenschirme, die tags├╝ber den G├Ąsten in den Stra├čenrestaurants Schutz vor der Sonne bieten, sind geschlossen und ragen wie kleine Segelmasten empor.
Dazu glitzern die Blechtische und reflektieren das sp├Ąrliche Licht der Stra├čenbeleuchtung. Ich gehe schnell ins Wohnzimmer, hole meinen neu erworbenen Fotoapparat und schie├če einige Nachtbilder. Der 52-fache optische Zoom und die gute Blende laden zum Experimentieren ein. Ich stehe am Gel├Ąnder der Terrasse und benutze es als Stativ.
Unten links versperrt eine Schranke die Einfahrt ins Hafengebiet. Die schmale Stra├če wird rechts von einer niedrigen Hafenmauer begrenzt. Tags├╝ber liegen hier ersch├Âpfte Radfahrer und aalen sich in der Sonne. P├Ąrchen und Familien nutzen den Sims, um Fotos zu schie├čen. Im Abstand von drei├čig Metern sind altert├╝mliche Laternen eingelassen worden.

Als ich nun so fotografiere und an der Br├╝stung stehe, wandert mein Blick dieser kleinen Mauer entlang, die die Stra├če vom Meereswasser trennt. Pl├Âtzlich ein Schatten! Da sitzt jemand auf der Mauer, direkt an die Laterne gelehnt und schaut zu mir herauf!

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