Als wir uns trafen

Kapitel 2

Zuhause angekommen griff Sophie nach ihrem Festnetztelefon. Mareikes Nummer kannte sie ausw├Ąndig. Mit zitternden Fingern tippte sie Sophie ein und setzte sich auf die Kante ihres Bettes. Es tutete dreimal, ehe sie ein Knacken am anderen Ende der Leitung vernahm. "Hallo?", nuschelte Mareike verschlafen in die Leitung."Du glaubst nicht, was mir f├╝r merkw├╝rdige Sachen passiert sind." Noch bevor Mareike antworten konnte, erz├Ąhlte ihr Sophie, was am Strand passiert war.

Damit hatte sie die Aufmerksamkeit ihrer Freundin komplett auf ihre Seite gezogen.
"Ja und was denkst du, was diese Nachrichten bedeuten k├Ânnten? Und wer sie dir geschickt hat?", fragte Mareike ganz au├čer Atem.

"Mir?" Sophie wurde blass. "Weshalb glaubst Du, dass diese Nachrichten f├╝r mich bestimmt waren?"
"Na, das kann doch alles kein Zufall sein. Ich meine, wie viele Leute gehen jeden Tag am strand spatzieren? Und dann kommst du und findest diese Muscheln und das K├Ąstchen."

Sophie sah ihre Freundin entsetzt an. "Und wer sollte ausgerechnet mir das schicken?"
"Was wei├č denn ich?" Maraike klang patzig. Hin und wieder fiel sie in den Zickenmodus, wenn etwas nicht nach ihrer Nase tanzte. "Jedefalls solltest du das herausfinden." "Und wie soll ich das Deiner Meinung nach anstellen?" Sophie schrie fast in den H├Ârer, so aufgew├╝hlt war sie. "Mareikes Gezicke ist jetzt wirklich nicht hilfreich", scho├č es ihr durch den Kopf.
Sie beendete das Gespr├Ąch und versank gedankenverloren in den Kissen ihrer Wohnzimmercouch.