Back to the roots

Kapitel 1

Alisa stand in mitten ihrer Hydrokultur und fr├Ânte ihrem Hobby. Sie dachte an alles M├Âgliche, unter anderem an ihren letzten Sommer! Sie hatte sich f├╝r ihr Hobby extra diese Anleitung geladen. - Gartenbau im 21. Jahrhundert -. Und im letzten Sommer fing sie deswegen an ein Gew├Ąchshaus wie im 21. Jahrhundert zu bauen Sie wollte alles genau haben wie damals. Sie wollte den Geschmack von frischem Obst und Gem├╝se auf ihrer Zunge schmecken. Denn diese synthetischen Geschmacksrichtungen hingen ihr definitiv zum Hals heraus! Alisa mochte es urspr├╝nglich. Sie war fasziniert von der Lebensweise ihrer Vorfahren. Mit manchen Fr├╝chtchen war sie schon recht erfolgreich. Bed├Ąchtig griff sie nach einem kleinen, prallen, dunkelroten B├Ąllchen, zupfte an dem gr├╝nen St├Ąngel und steckte den Ball in ihren Mund. Ein Feuerwerk des puren Geschmacks umsp├╝lte ihre Zunge und sie wusste, dass sie diesen Traum niemals aufgeben w├╝rde. Alisa sp├╝rte eine bekannte K├╝hle in ihrem Nacken und drehte sich um. Esau lachte und tippte auf ihre gef├╝llte Backe. Als Alisa ihm eine Tomate anbot, runzelte er die Stirn und sch├╝ttelte sich. Sie grinste, denn sie wusste, dass er ihre Leidenschaft nicht teilte. "Ich soll dich holen", sagte Esau pl├Âtzlich ernst. Alisa blieb der k├Âstliche Bissen beinahe im Hals stecken. Sie wusste dass es keinen Sinn hatte Fragen zu stellen. Der Bote hatte nie eine Ahnung.

Franky, schoss es Alisa durch den Kopf.
Bestimmt ging es darum, wie Franky endlich erl├Âst werden konnte. Wer w├╝rde das Opfer bringen m├╝ssen. Wer, oder wie viele? Fragen ├╝ber Fragen schossen ihr durch den Kopf. Pl├Âtzlich drang das Wissen in ihre Sinne, jeder Bewohner wusste, dass ein anderer f├╝r Franky gehen musste, jemand, der nicht so wichtig war wie er. Aber wer? Alisa packte also ihr Ultraphone, in dessen Fach auch ein paar verkleinerte Tomaten und Brote steckten, und tippte drau├čen den Code ein, mit dem sie ihre T├╝r verschloss. Sehns├╝chtig blickte sie auf ihre Hydrokultur zur├╝ck. Aber sie konnte beruhigt sein: Ihr Ultraphone enthielt auch eine App, mit der sie die Kultur von ferne bew├Ąssern konnte. So ergab sie sich vorl├Ąufig ihrem Schicksal und ging traurig davon.