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Zauberhafte Welt - Kapitel 2

Autoren Sabrina Hennrich (33%), G. Siema (20%), Norbert Schimmelpfennig (17%), Carolin Veiland (13%), Geri Gro├čmann (10%), Marcus Skupin (7%),

"Erste!", rief Petra v├Âllig au├čer Atem. Lukas` stoische Ruhe war nicht leicht zu durchbrechen, doch dieses "Erste" nervte ihn unendlich. Sie wusste das und tat es um ihn herauszufordern. Die anderen waren schon da. "Komm, bringen wir es hinter uns", sagte Lukas und machte einen entschlossenen Schritt auf die anderen zu. Sofort schien der glei├čende Lichtschleier ihn einzusaugen. Petra schloss die Augen und lie├č es geschehen. Ein wenig unangenehm war es schon, wenn die Fl├╝gel durchleuchtet wurden, fast schon wie beim Fl├╝gelarzt, wenn dieser eine Feder ziehen musste. Aber was tat man nicht alles, um an diesem wunderbaren Ort sein zu k├Ânnen? An diesem Ort hinter dem Lichtschleier, an dem die Farben noch strahlender leuchteten, der Regen immer warm war, die Fr├╝chte s├╝├čer schmeckten... Am liebsten w├╝rden sie ewig dort bleiben! Aber das ging nat├╝rlich nicht. Denn das Land Nedell zog seinen traumhaften Zauber aus der Lebenskraft seiner Besucher. Aber diese Welt machte s├╝chtig. Und so traffen sie sich t├Ąglich, denn sie waren dieser Welt alle bereits verfallen. Bravan, der Erste, der in Nedell vor ewigen Zeiten gelandet war, erhob sich und alle erstarrten und lauschten gebannt. Es war so still, dass man eine Stecknadel h├Ątte zu Boden fallen h├Âren. "Heute", sagte er und seine Stimme wurde auf magische Weise weithin ├╝ber die Lichtung getragen, damit jeder ihn h├Âren konnte, "heute haben wir uns aus einem ganz besonderen Grund zusammengefunden!" Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: "Denn unsere hochverehrte Pitruxmimo hat einen Weg gefunden, die Lebenskraft der Besucher zur├╝ckzuholen!" Pitruximo trat nach vor und ein Raunen ging durch die Menge. Die Nedellianer sahen sich an. Noch niemand hatte diese Pitruximo ein Wort sprechen h├Âren. Petra Griff nach Lukas Hand. Pitruxmimo begann:" Jeder von uns wei├č, welche Bedeutung jede einzelne Feder unserer Schwingen f├╝r uns hat. Sie aber sind der Schl├╝ssel f├╝r unser Weiterbestehen. Wir werden alle Opfer bringen m├╝ssen." Petra zuckt zusammen. Eine Feder! Sie sollte eine ihrer kostbaren Federn hergeben! Aber welche nur? Eine, die f├╝r das Gernhaben wichtig war, oder ihre pr├Ąchtige, rote Feder, oder die purpurne, die f├╝r das Schlafen gebracht wurde? Doch Pitruxmimo erkl├Ąrte: "Unsere Forscher im Stachelturm haben n├Ąmlich herausgefunden, dass wir alle eine Feder haben, die unsere S├╝chte beschleunigt - nur dass sie bei jedem anders aussieht!" Das Getuschel in der Menge wurde entsprechend lauter. Alle redeten wild durcheinander. Da bahnte sich der einfl├╝gelige Gelehrte Fnubupu einen Weg durch die Menge, die bei seinem Anblick langsam verstummte.

Fnubupu zog seine h├Âlzernen Wurzel hervor und richtete sie auf die Menge. Mit starren Augen durchdrang er dabei jeden Einzelnen von Ihnen.
Dann sprach er zu der Menge:"Diese Wurzel stammt vom ├Ąltesten Baum unseres Landes - der Schneeteerbirke am erloschenen Schwarzwei├čen Vulkan!" Das war also die sagenumwobene Wurzel, von der Petra und Lukas schon einmal geh├Ârt hatten, aber nicht glaubten, dass sie wirklich existierte. Sie konnte angeblich bei jedem anzeigen, welche Feder die Sucht eines jeden Einzelnen von ihnen verst├Ąrken k├Ânnte. Doch das war nicht alles. Wenn man der Sage tats├Ąchlich glauben wollte, dann sollte die Wurzel in der Lage sein, eine gef├Ąhrliche Ver├Ąnderung bei jedem hervorzurufen. Das war der Nebeneffekt. Doch um den Fortbestand der Nebellianer zu sichern, muss die suchtgebende Feder eines jeden Einzelnen entdeckt werden. Fnubupu fing an, die Wurzel zu schwingen. Sanfte, unwirklich klingende Laute umgaben die Menge und schienen die Schwingungen der Wurzel zu verst├Ąrken. Petra sah sich um und sah, dass Pitruxmimu sang. Ihr markersch├╝tternder Gesang zerst├Ârte s├Ąmtliches Glas in Nedell, auch das des Stachelturms.


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